Mistelzweige

 

Warum hat die Mistel eigentlich in der Weihnachtszeit eine so große Bedeutung bekommen? Es muss wohl mit den Eigenschaften zusammenhängen, die man diesen Zweigen zuspricht. Die Mistel ist ein Symbol für Gesundheit, Frieden, Versöhnung und Glück. So gesehen, ist auch der Kuss unter der Mistel ein Symbol für ein friedvolles Miteinander. Man sagt sogar, dass die beiden, die sich unter dem Mistelzweig küssen, ein glückliches Paar werden. Das verlangt allerdings, die Mistel mit einer goldenen Sichel zu schneiden, wie jeder Asterix-Fan weiß. 

An sich ist die immergrüne Mistel ein sogenannter Halbschmarotzer. Sie siedelt sich auf Bäumen an und bildet dort kugelartige Nester, die jedem ins Auge fallen. Ihren schönsten Schmuck erhält sie im Dezember, was ihre Nutzung in der Weihnachtszeit nahelegt: Im Dezember bildet die Mistel giftige Beeren aus, die Perlengröße haben und an Milchglas erinnern. Während man früher einen Bund Mistelzweige irgendwo postierte, um böse Geister zu verjagen, rechnet man Misteln heute keine Zauberkräfte mehr zu.